Korea Institut Münster

2006 bis 2008

Berichte/Presse

Koreanische Star-Autoren auf Lesereise gastierten in Münster

Montag, 20. Oktober, 2008

Oktober kamen die beiden renommierten koreanischen Autoren Yi Yun-Gi und Yi Munyol im Rahmen ihrer Lesereise durch Deutschland anlässlich der Vorstellung der neu erschienenen dt. Übersetzung ihrer Werke auf der Frankfurter Buchmesse auf Einladung des Koreainstituts zu Besuch in die Stadtbibliothek Münster.
Vor einigen Dutzend deutschen und koreanischen Gästen präsentierten beide Schriftsteller markante Textpassagen aus der Originalausgabe, deren deutschsprachige Transkription den heimischen Besuchern durch Sebastian Rikowski, ein Schüler der koreanischen Schule Münster,in gekonnter Manier zu Gehör gebracht wurde. Yi Yun-Gi sorgte mit einer bildhaft-humoristischen Kurzerzählung aus seinem Buch „Kurve und Gerade“ über einen traditionellen türkischen Heiratsbrauch für heiteres Schmunzeln in der Zuhörerschaft. Zuvor hatteYi Munyol in dem verlesenen Auszug aus seinem neuen Roman „Dem Kaiser!“ die naiv-unbedarfte Reaktion des Protagonisten beim ersten Kontakt mit einer Erfindung des modernen Zeitalters, der Eisenbahn, in einer entlegenen Region Koreas thematisiert, was den neugierigen Anwesenden einen Einblick in die mythische Vorstellungswelt des Landes verschaffte.
Im Anschluss berichteten die gut aufgelegten Autoren sehr anekdotenreich über ihre Beziehung zu Deutschland, bevor sie abschließend eifrig zahlreiche Exemplare ihrer Bücher für die zufriedenen Gäste signierten.
Durch diesen Auftritt in Münster ist es beiden Autoren sowie dem Koreainstitut zweifellos gelungen, neue Leser für ihre Werke und die koreanische Literatur im Allgemeinen zu begeistern .

Manuel Maier

Koreanische Tuschmalerei und Kalligraphie in der „Brücke“ am 4.August 2007

Sonntag, 12,August 2007

Am Samstag, dem 11. August, fand im Kulturzentrum der Uni-Münster „DIE BRÜCKE“ der Kurs Koreanische Tuschmalerei und Kalligraphie statt. Frau Mi Young Park, die Leiterin des Koreainstituts in Münster, führte die Gruppe, die aus allen Altersbereichen bestand, in die Technik der koreanischen Tuschmalerei ein. Im Gegensatz zur klassischen Malerei Europas beruht die koreanische Tuschmalerei auf anderen Prinzipien: zum Einen die Möglichkeit, mit wenigen Pinselstrichen viel auszudrücken, und zum Anderen, den gesamten Vorgang des Schaffens, vom Reiben der Tusche bis zum letzten Pinselstrich, als meditative Übung zu erfahren.
Vor dem Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt. So ist es auch bei der koreanischen Tuschmalerei nötig, sich mit den Materialien vertraut zu machen und sich die Techniken anzueignen. Wie viel Wasser ist nötig, damit ein zarter Grauton entsteht aber auf dem Reispapier nicht verläuft? Wie lange muss man den Tuschblock reiben, damit das Schwarz tief und kontrastreich wirkt? Wie entstehen feine Linien und wie breite Streifen mit ein und demselben Pinsel.
Besonderen Wert legte Frau Park auf den meditativen Aspekt: bereits beim Reiben des Tuscheblocks auf dem Reibstein ist es durch die gleichmäßige Bewegung möglich, sich von den Gedanken des Alltags zu lösen und sich innerlich auf das Malen vorzubereiten. Das Malen selber wird durch eine Atemtechnik begleitet. So ist die koreanische Tuschmalerei nicht allein produktiv, sondern ist auch Weg zur Entspannung.
Den Rahmen des Kurses bildete eine keine Einführung in die koreanische Kultur. Frau Park führte ihren Hanbok vor. Der Hanbok ist die traditionelle Kleidung der Koreaner. Dies wurde in früheren Zeiten täglich getragen, heute dagegen nur zu besonderen Anlässen und Feiertagen. In der Regel ist der Hanbok farbig, jedoch bei Trauerfeiern ist er weiß. Abgerundet wurde diese Einführung mit einem kleinen koreanischen Imbiss.
Alle Teilnehmer des Kurses folgten aufmerksam und interessiert den Ausführungen von Frau Park. Mit ihrer Hilfe gelang es, dass jeder am Ende der Veranstaltung sein eigenes kleines Kunstwerk und einige Erfahrungen mit nach Hause nehmen konnte.

Ewald Ikemann

Bericht über den Kurs koreanische Tuschmalerei und Kalligraphie im Kreativzentrum ___punkt___. am 4. August 2007 von 15:00 –18:00Uhr

Zum zweiten Mal fand im Kreativzentrum Punkt der Kurs „koreanische Tuschmalerei und Kalligraphie“ statt. Der Kurs begann mit einer kurzen Einführung in die koreanische Kultur. Die Teilnehmer äußerten ihr Erstaunen darüber, dass Frau Mi Young Park, die Leiterin des Korea Instituts Münster, in der traditionellen koreanischen Tracht, dem Hanbok, zum Kurs erschien. In Deutschland würde man zu einem Kunstkurs, bei dem man mit Farben arbeitet, alte Kleidung tragen, die ruhig dreckig werden könnte.
So kam auch die Frage auf, zu welchen Anlässen der Hanbok getragen würde, denn sie hatten ein besonderes Interesse an dieser Kleidung gefunden. Frau Park erklärte, dass der Hanbok in frühren Zeiten eine Alltagskleidung war. Heute trägt man ihn in Süd Korea nur an bestimmten Festtagen und zu besonderen Anlässen. Die Farben der Tracht ändern sich je nach Fest: z.B. trägt man Weiß auf Trauerfeiern und farbig auf Hochzeiten.
Koreanische Kalligraphie und koreanische Tuschmalerei ist eine Art von Meditation, bei der man versucht, nach innerer Ruhe und Gleichgewicht zu streben. Schon während man den harten Tuscheblock mit etwas Wasser auf dem Reibstein reibt, um die schwarze flüssige Tusche zu erhalten, versucht man die alltäglichen Dingen zu vergessen und sich nur auf die Tuschmalerei oder auf die Kalligraphie zu konzentrieren. Durch die Meditation ist es möglich, so vorsichtig und sicher mit Tusche und Pinsel umzugehen, dass die Kleidung nicht beschmutzt wird. Im Kurs wurde erläutert, wie wichtig es bei der koreanischen Malerei und koreanischen Kalligraphie ist, auf Atemtechnik sowie Pinsel- und Körperhaltung zu achten. Um bestimmte Effekte und Ausdrücke darzustellen, sei es ebenso wichtig, Harmonie zwischen innerer Haltung des Körpers mit den Utensilien, wie Tusche, Wasser, Papier und Pinsel zu finden.
Zwischen den intensiven Übungsphasen hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, den koreanischen Gemüsepfannkuchen „Buchingge“ zu kosten. Die Teilnehmer zeigten sehr großes Interesse an koreanischer Kultur und Kunst und waren mit dem Kurs sehr zufrieden.
Die nächsten Kurse, koreanische Tuschmalerei und Kalligraphie finden am kommenden Samstag, 11. und18.August 9:30 – 12:30Uhr und am Sonntag, 12. und 19. August 15 :00- 18:00Uhr, im Kulturzentrum der Uni-Münster „DIE BRÜCKE“, Wilmergasse 2, 48143 Münster statt
Die Kurse sind offen für alle. Anmeldung ist erforderlich.Der Unkostenbeitrag beträgt pro Tag und pro Person 20 Euro. Koreanische Utensilien werden zur Verfügung gestellt. Zwei weiße Teller und zwei Wasserbehälter sollen die Teilnehmer mitbringen.
Kontakt: Park, Mi Young Tel: 0251-2464007, 0176-24090436, Email: info@koreainstitut.de

Bericht über den Kurs Koreanische Tuschmalerei und Kalligraphie im Kreativzentrum ___punkt__. am Samstag, 09. Juni 2007

Samstag, 09. Juni  2007

Der Kurs, der auf reges Interesse stieß, wurde von Frau Mi Young Park vom Korea Institut geleitet. Zunächst erklärte Frau Park die Utensilien, die für das Schreiben und Malen mit Tusche benötigt werden: ein schwerer, speziell geformter Stein zum Anreiben der Tusche, dicke koreanische Pinsel und Reispapier.
Drei Stunden hatten die Teilnehmer Zeit, die vielen Möglichkeiten der Pinsel zu erproben: Die Pinselspuren gingen von Tiefschwarz bis zum hellsten Grau, von kräftig-rissigen Spuren bis zu feinsten Pinselstrichen.
Frau Park demonstrierte anschaulich, wie man im klassischen Korea den Pinsel einsetzte. Die ungewöhnliche senkrechte Pinselhaltung war für alle neu, aber auch die Tatsache, dass die eigene Atemführung sich ablesbar im Pinselstrich niederschlägt. Nach einer intensiven Übungsphase gab es einen kleinen koreanischen Imbiss. Am Ende des Kurses stellten alle fest: Sie möchten weitermachen.
Ein neuer Termin für den nächsten Kurs wurde bereits festgelegt: Samstag, 4. August 2007 in den Räumlichkeiten des Kreativzentrums ___punkt___. an der Münsterstraße 8 - 10, von 15:00 - 18:00 Uhr.

- Angela Hoebink-

Münster meets Korea – Traditionelle Gerichte zum Sommerfest am Schloss

Mit einem attraktiven Stand auf dem Internationalen Sommerfest, das am 26.Mai auf dem Schlossvorplatz stattfand, präsentierte sich das Koreainstitut in diesem Jahr wieder als Vertreter seines Landes den weltoffenen Gästen.
Neben den bunten Nationalflaggen Südkoreas, die hoch über den Festzeltdächern flatterten, zogen auch die Zubereitungen der landestypischen Speisen vor den Augen des Publikums an diesem Nachmittag, trotz des wenig sommerlichen Wetters, unzählige neugierige Besucher an. Diese nutzten ausgiebig die Gelegenheit, die exotischen kulinarischen Köstlichkeiten, welche von Institutsleiterin Mi Young Park, ihrer Tante und einigen fleißigen Schülern der koreanischen Schule dargeboten wurden, zu probieren. Auf dem Menü standen Gimchi (eingelegter Chinakohl mit Peperoni, Chili und Knoblauch gewürzt), Japchae (Glasnudeln mit Gemüse und Ei), Gimbap (in Seetang gehüllte, mit Gemüse gefüllte Reisröllchen), vegetarische Pfannkuchen sowie Mungobohnentofu. Dazu wurde koreanischer Wurzel- und Grüntee gereicht, der insbesondere zu später Stunde an jenem kühlen Abend reißenden Absatz fand. Über das große Besucherinteresse zeigte sich das Institutsteam nach Ende der Veranstaltung hoch erfreut.

Manuel Maier

Künstlerinnen aus Korea und Wolbeck erarbeiten gemeinsame Ausstellung

Mittwoch, 21. Februar 2007

Münster-Wolbeck. Spät, aber dank festen Willens nicht zu spät haben zwei Künstlerinnen zu einer gemeinsamen Ausstellung zusammengefunden. Am Sonntag laden Angela Hoebink und Mi-Young Park zur Vernissage im Kreativzentrum __punkt__. an der Münsterstraße in Wolbeck.
Angelika Hoebink zeigt Produkte ihrer Auseinandersetzung mit koreanischer Kultur, Mi-Young Park Malerei und Keramik. Noch ist die Ausstellung nicht fertig. Einige Bilder werden noch gerahmt und dann will Platz gefunden sein in Hoebinks Ausstellung, die schon seit September läuft und eigentlich am Sonntag enden sollte. Doch im Januar kam die Idee zur Zusammenarbeit. Zum Glück sind einige Werke verkauft. Zudem haben beide Querverbindungen zwischen ihren Werken ausfindig gemacht.
Wer was gemalt hat, das sollte man besser erfragen. Denn viele typisch koreanische Motive stammen von Hoebink und zumindest die am Mittwoch präsenten Gemälde der Koreanerin sind nicht als asiatisch zu bezeichnen. Der Europäer wird eher die Alpen erkennen oder eine Waldidylle aus der Nähe. Ein Freund, berichtet Park, habe ihr gesagt: „Das ist doch in Gievenbeck!“ Tatsächlich gehen die Werke auf Erinnerungen und ein spätes Entdecken des eigenen Geburtslandes zurück. Denn 1982 verließ Park das „Dorf hinter dem Hügel“ und zog nach Greven zu einer Tante, die wie damals viele der gut ausgebildeten koreanischen Krankenschwestern Arbeit in Deutschland gesucht hatte. Das Mädchen sollte eine gute Ausbildung bekommen. Sie begann auf der Hauptschule. Haupthürde: Deutsch. Doch in der Grevener Hauptschule wurden die ausländischen Schüler hervorragend gefördert, erzählt sie. Nach zwei Jahren wechselte sie auf das Gymnasium, machte das Abitur und nahm das Studium der Physik auf. Heute geht sie auf die Promotion zu und wirkt bereits als Lehrkraft an der Fachhochschule in Steinfurt.
Das Malen begann sie früh in Kursen an der VHS in Greven und hat es durchgehend weiter praktiziert. Nur nach der Diplomprüfung ließ das Studium ihr eine Weile keine Zeit mehr. Die technischen Fertigkeiten nimmt die Koreanerin als Voraussetzung des künstlerischen Ausdrucks sehr ernst. Zwei Jahre lang habe sie am richtigen Pinselstrich geübt.
Neben der Malerei engagiert sich die Künstlerin in der koreanischen Musik- und Trommelgruppe „AURASIE“, engagierte sich in der Studierenden-Vertretung für Asien an der Universität Münster und gründete 2001 das Institut für koreanische Kultur. Dort kann man auch Koreanisch lernen. Anfang Februar ehrte sie der koreanische Ministerpräsident mit einem Orden. Über diese Anerkennung ihres Instituts freut sie sich.
Längst hat Park auch die Kalligraphie in ihr Repertoire aufgenommen. Hinzu kommt das Töpfern, das ihr einen Zugang zu ihrem Geburtsland eröffnete. Sie lernte bei einem deutschen Meister, dann auch bei einem Koreaner in Münster.
Raku wuchs ihr schnell ans Herz. Hier zum Beispiel treffen sich ihre Interessen mit jenen von Hoebink. Deren Ausstellung sollte am 25. Februar mit einer Finissage enden, nun ist es „der Beginn einer Begegnung“, so Hoebink. Eine früher in Wolbeck lebende Taiwanesin hatte Hoebink den Kontakt vermittelt.
Erste Früchte der Zusammenarbeit sind am Sonntag bei der Vernissage von 14.30 bis 18 Uhr zu sehen. Dazu gibt es Geigenmusik von einem Teilnehmer an „Jugend musiziert“ und koreanische Küche. Die Ausstellung geht dann bis Ende April. Man habe noch viel gemeinsam vor, deuteten die beiden Künstlerinnen an.

Quelle: http://www.wolbeck-muenster.de/Kultur_Musik

Mit Feuertopf ins Jahr des Schweins
- Das Koreanische Neujahrsfest 2007 in Münster –

Wenn das neue Jahr vor der Tür steht, welches nach chinesischem Mondkalender 2007 am 18.Februar beginnt, im Tierkreiszeichen des Schweins steht und laut der traditionellen Mythologie von dem Element Feuer dominiert wird – eine astrologische Konstellation, die sehr selten eintritt und den Menschen Reichtum verheißt –, dann muss dieses Ereignis groß gefeiert werden. Und zwar nicht nur im Heimatland der koreanischen Mitbürger sondern auch in ihrer Wahlheimat Münster.
Veranstaltungsort war auch diesmal wieder die „Brücke“ der Universität, die erfolgreich zum Festsaal umgestaltet werden konnte. Eingeladen hatte die Leiterin des Koreainstituts Mi Young Park, die bei der Ausrichtung des Festes von tatkräftigen Sponsoren und Helfern unterstützt wurde.
Unter den ca. 100 Gästen befanden sich auch zahlreiche Korea-Interessierte anderer Herkunft, die sich von der fröhlichen Stimmung der Ostasiaten anstecken lassen wollten.
Die Feierlichkeiten begannen bereits am Nachmittag mit einer Vorführung des koreanischen Familiendramas 'In-o-gong-joo' - My Mother, The Mermaid(2004) von Park Heung-sik - einer tragischen Geschichte um die Identitätssuche einer jungen Frau mit amüsanten Szenen und überraschenden Wendungen vor der farbenprächtige, idyllischen Naturkulisse einer Küstenlandschaft.
Nachdem dieser Abend die gebührende Würdigung durch den Vorsitzenden des Ausländerbeirats der Stadt Münster erfahren hatte, der in seiner Rede die gelungene Integration der ortsansässigen Koreaner lobte und die vielfältigen kulturellen Aktivitäten des Koreainstituts pries, wurde das üppige Buffet mit landestypischen Spezialitäten eröffnet, das dank der unermüdlichen Arbeit der Tante der Institutsleiterin nach dreiwöchiger Zubereitungszeit den nach außergewöhnlichen kulinarischen Reizen lechzenden Besuchern dargeboten werden konnte. Zu einem pikant gewürzten „Feuerfleisch“- Eintopf (Bulgogi) wurden verschiedene Gemüsebeilagen, in Algenblätter gerollte und mit Meeresfrüchten gefüllte Reisrollen (Gimbap), Lauchpfannkuchen, Glasnudelsalat sowie als Dessert Reiskuchen gereicht.
Beim Genuss dieser exquisiten Speisen kamen die Gäste der unterschiedlichsten Nationalitäten rasch miteinander ins Gespräch und es herrschte eine heitere Atmosphäre.
Als die hungrigen Mägen schließlich wohlig gefüllt waren gab Frau Park die Bühne frei für die kleinen und großen Stars des Abends: ein koreanischer Junge, der auf der Geige im Wettbewerb „Jugend musiziert“ den ersten Platz errungen hatte, begeisterte die Anwesenden mit Darbietungen klassischer Stücke. Mit der Gitarre und einer ergreifenden Stimme verzauberte ein koreanischer Künstler, der einige Balladen in seiner Landessprache zum Besten gab, anschließend das Publikum. Zum geselligen Abschluss des Festes fanden sich die Gäste dann in Kleingruppen zusammen, um ein actionreiches koreanisches Gesellschaftsspiel zu spielen, das in seiner Aufmachung mit Wurfhölzern und im Ablauf an das beliebte „Mensch-Ärgere-Dich-Nicht“ erinnert.
Im freundschaftlichen Wettstreit der Parteien fand die Stimmung dann zu später Stunde ihren Höhenpunkt.
Das Neujahrsfest bot den perfekten Rahmen für die Begegnung von Koreanern und Freunden der koreanischen Kultur.

Manuel Meier

Musikalisch ins Jahr des Schweins

WN vom 19. Feb. 2007

-las- Münster. Kulinarisches Neuland betraten am Samstag die Gäste im internationalen Zentrum Die Brücke. Kimchi, Tigym, Bulgogy auf Deutsch: eingelegter Chinakohlsalat, frittiertes Gemüse und mariniertes Fleisch gaben einen Einblick in die koreanische Küche. Den Gästen schmeckte es auf jeden Fall. Ganz zur Freude von Mi Young Park: Meine Tante war allein für die Vorbereitungen für das Büffet rund drei Wochen beschäftigt, sagte die Leiterin des Korea-Instituts mit einem Lächeln.
Rund 100 Menschen waren am Samstagabend der Einladung Parks gefolgt und feierten gemeinsam in das koreanische Neujahr das Jahr des Schweins hinein. Gekommen waren aber nicht nur in Münster ansässige Koreaner. Mir war es wichtig, dass auch Korea-Interessierte die Möglichkeit bekommen, die koreanische Kultur kennen zu lernen, erklärt Park.
Neben dem bunten Büffet erwartete die Gäste ein abwechslungsreiches Programm. Mit dem Spielfilm Meine Mutter die Meerjungfrau, der dem Zuschauer einen Einblick in das Leben der älteren, koreanischen Generation gewährte, wurde die Veranstaltung eröffnet. Auf dem Programm standen aber auch typisch koreanische Spiele, die traditionell zum Neujahrsfest gespielt werden.
Für das musikalische Rahmenprogramm sorgten an diesem Abend zwei Geschwisterpaare, die alle vier beim jüngsten Wettbewerb Jugend musiziert in ihrer Altersklasse den ersten Platz belegt hatten. Die musikalische Begabung scheint ja eine Volkskrankheit unter den Koreanern zu sein, sagte der Vorsitzende des Ausländerbeirats, Spyros Marinos, bei seiner Eröffnungsrede mit einem Augenzwinkern.

Montag, 19. Februar 2007 Quelle: Westfälische Nachrichten (Münster)

Facettenreiche Darbietungen mit prominenter Würdigung: Das Korea-Filmfest 2006 im Cinema

21 November 2006 | ein Résumé von Manuel Meier

Mitte November ging die einjährige „Durststrecke“ für hiesige Fans des koreanischen Kinos endlich zu Ende:
Das Koreainstitut präsentierte Ihnen die ersehnten Leckerbissen in Form von zehn zumeist aktuellen Filmproduktionen in Original- oder synchronisierter Fassung aus dem „Land der Morgenstille“. Neben brandneuen „Frischlingen“, deren Aufführung eine Premiere in deutschen Filmtheatern darstellte, wurden weitere wegweisende Werke des kreativen Schaffens koreanischer Regisseure den darbenden Cineasten vorgesetzt. Erschien der Auftakt-Veranstaltungsort des Vorjahres „Die Brücke“ im Rückblick eher bescheiden, so war für die Neuauflage des Filmfests mit dem Programmkino „Cinema“ eine gebührende Spielstätte gefunden, die neben professioneller Projektionstechnik und einem erweiterten Platzangebot auch eine gemütlichere Atmosphäre zu bieten hatte.Als bedeutenden Sponsor konnte die Veranstalterin in diesem Jahr die Botschaft der Republik Korea Aussenstelle Bonn gewinnen, deren Repräsentant Konsul Lee, Jae-yong zur Eröffnung des Festivals anreiste und dem Abend der ersten Aufführungen einen feierlichen Charakter verlieh. Mit seiner Anwesenheit und einer kurzen Ansprache würdigte der Konsul die Organisatoren des Koreainstituts für ihre engagierte Förderung der interkulturellen Begegnung zwischen Deutschland und seinem Heimatland, dank derer die Darbietungen herausragender koreanischer Spielfilme realisiert werden konnte. Bei einem Glas Sekt sowie ein paar Häppchen Kimbap oder Reiskuchen, die den Gästen vor der ersten Hauptvorstellung serviert wurden, kamen die deutschen Besucher dann auch schnell mit Koreanern ins Gespräch, welche aus Anlass des Auftritts des hohen Diplomaten zahlreich im Lichtspielhaus erschienen waren. Zwei junge Damen, die sich im traditionellen Trachtenkostüm „Hanbok“ in Szene setzten, zogen die bewundernden Blicke der Umherstehenden auf sich. Dann schließlich öffnete sich der Vorhang…
Hochkarätige Vertreter unterschiedlicher Genres begeisterten das Publikum an jedem der fünf abwechslungsreichen Festivalabende:
Die aufwühlenden Kriegs-, Boxer- und Liebesdramen „Brotherhood“, „Crying Fist“ und „The Last Present“ wurden begleitet von deftiger Thrillerkost mit expliziter Gewaltdarstellung in Form von Park Chan-Wooks Rache-Trilogie, deren zweiter („Oldboy“) und dritter Teil („Sympathy for Lady Vengeance“) nach Aufführung des ersten in 2005 nun gezeigt wurden.
Weniger schockierend, aber dennoch spannend wirkte die Grusel-Komödie „The Host“, die nach einem fulminanten Kinostart in Korea auch in Münster zur deutschen Erstaufführung als Zuschauermagnet für einen ausverkauften Saal sorgte. Bis kurz vor der Premiere bangten die Verantwortlichen um das rechtzeitige Eintreffen von einer der international heiß begehrten Filmrollen, doch die neugierigen Besucher brauchten am Ende nicht im Dunklen zu sitzen… Humorvolle Unterhaltung mit skurrilen Elementen versprach der unerreichte Komödienerfolg über eine „atypische“ Beziehung eines jungen Pärchens aus dem Jahr 2001 „My sassy girl“. Um das schwierige Zusammenfinden zweier einsamer Herzen drehte sich „I wish I had a wife“. Komplettiert wurde das Programm durch „The Legend of Evil Lake“, ein Genremix aus Fantasy- und Historienfilm, der die Zeit des Königreichs Silla kostümprächtig wieder aufleben ließ, und die betagtere Literaturverfilmung „Our twisted hero“, die ein Schülerschicksal in einer hierarchischen Klassenstruktur thematisierte. Als Zuschauer von 9 der 10 „Streifen“ gelange ich zu der Beurteilung, dass für das zweite Filmfest wieder eine vielseitige Kollektion zusammengestellt worden ist, die den hervorragenden internationalen Ruf des boomenden koreanischen Kinos absolut rechtfertigt und eine Besucherzahl weit über den Erwartungen in die Vorstellungen lockte. Ein großes Kompliment an die Veranstalter für die professionelle Organisation! Auf Wiedersehen in 2007!

Beeindruckt vom WM-Land

-kr- Havixbeck. Zwölf junge Fußballer des FC Chabum aus Südkorea besuchten am Montagmorgen begleitet von einem südkoreanischen Fernsehteam und mehreren Journalisten die Anne-Frank-Gesamtschule (AFG). Sehr beeindruckt waren die Gäste davon, wie intensiv sich die Schüler im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft mit ihrem Heimatland beschäftigen. Eine Woche lang sind die zwölf Jahre alten Kicker in Deutschland, um das Land und den hiesigen Fußballsport kennen zu lernen. Ihr Verein FC Chabum wurde als Fußballschule vom ehemaligen Nationalspieler Bum-kun Cha gegründet. Bis zum Ende der 80er Jahre spielte er in der Bundesliga bei Bayer Leverkusen, wo die Mannschaft Quartier bezogen hat.
Begrüßt wurde die Gruppe in ihrer Heimatsprache durch die aus Südkorea stammende AFG-Schülerin Rok Dam Baeg. Auch Schulleiter Hannes Niehaus hatte eigens einige wenige Sätze koreanisch gelernt. Mit Unterstützung einer Dolmetscherin erläuterte er, dass die Gesamtschule eine von 205 WM-Schulen sei und ihr das Partnerland Südkorea zugelost worden sei.
Neben dem sportlichen Wettstreit mit Mannschaften anderer Schulen bei den WM-Turnieren befassen sich die Schüler im Unterricht mit dem Land Südkorea. Erstaunt waren die Jungen aus Südkorea, dass im Fußballteam der Gesamtschule auch Mädchen mitspielen und nach den Regeln der Schulturniere die Tore erst dann gewertet werden, wenn mindestens eines durch ein Mädchen erzielt wurde.
Einen Besuch stattete die Delegation der Klasse 7.5 von Claudia Friese ab. Angeleitet von Mi Young Park und Kyung Mi Roh vom Korea-Institut in Münster übten sich die Schüler an diesem Morgen in der koreanischen Schrift. Auf traditionelle Weise mit Tusche und Pinsel wurden die Namen und Worte zu Papier gebracht. Mit einer anderen Klasse hatten die beiden Frauen zuvor koreanisch gekocht.
Die Spieler des FC Chabum erlebten noch kurz mit, wie der Schulunterricht an der Gesamtschule von statten geht. Der andere Teil der Gruppe besuchte die Ausstellung Fair play fair life in der Volksbank. Zum Abschluss des Aufenthalts spielten die jungen Fußballer aus Südkorea gegen eine Auswahl der Gesamtschule in der Baumberg-Sporthalle.
Dienstag, 04. April 2006 Quelle: Westfälische Nachrichten (Havixbeck)

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